Der Tennissport hat in Zörbig eine lange und traditionsreiche Geschichte. Bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts existierte in der heutigen Reiskestraße ein Tennisplatz.
In den 1950er-Jahren wurde die Tennisanlage in der Jeßnitzer Straße in Betrieb genommen. Kurz darauf entstand ein zweiter Platz, wodurch der regelmäßige Punktspielbetrieb aufgenommen werden konnte. In den folgenden Jahren spielten zwei Männermannschaften erfolgreich in höheren Spielklassen.
Von Beginn an hatte auch die Nachwuchsarbeit einen hohen Stellenwert. Aus den Kinder- und Jugendmannschaften der 1960er- und 1970er-Jahre gingen viele Spieler hervor, die bis heute in den Seniorenmannschaften aktiv sind.
Ein weiterer Meilenstein war der Bau des Tennisheimes, das über mehrere Etappen hinweg erweitert wurde. Die Inbetriebnahme der Flutlichtanlage in den 1970er-Jahren stellte zu DDR-Zeiten eine Besonderheit dar und ermöglichte erstmals ein regelmäßiges Training in den Abendstunden.
Mit der politischen Wende erlebte der Tennissport – auch durch den Einfluss der deutschen Tennisstars Steffi Graf und Boris Becker – einen neuen Aufschwung. Dies spiegelte sich unter anderem in deutlich steigenden Mitgliederzahlen wider. Neben Punkt- und Freundschaftsspielen etablierte sich zudem das traditionelle Haudegenturnier der Gebrüder Langenberg. Im Jahr 2010 nahmen daran sogar die beiden Olympiasieger Waldemar Cierpinski (Marathon) und Falk Hoffmann (Turmspringen) teil.
In den Jahren 2021 und 2022 wurden die Tennisplätze vollständig saniert. Ein moderner synthetischer Belag mit Gummigranulat sowie eine zeitgemäße Flutlichtanlage machen die Tennisanlage heute zu einem sportlichen Aushängeschild für Zörbig.
Seitdem konnten zahlreiche neue Mitglieder sowohl im Erwachsenenbereich – unter anderem durch ein Fast-Learning-Modul – als auch im Kinder- und Jugendbereich gewonnen werden. In der Saison 2026 werden zwei Kindermannschaften sowie zwei Männermannschaften in der Punktspielkonkurrenz antreten.

